Energiesparen

Energieeinsparverordnung
Altbausanierung
Energiesparlampen


1. Energieeinsparverordnung

Zusammenführung von zwei Verordnungen

Wärmeschutzverordnung
~Dämmstandard des Gebäudes
~ für den Bauantrag erforderlich


+

Heizungsanlagenverordnung
~Heizungsanlagen
~Anlagen zur Trinkwarmwasserbereitung


=

ab 01. 02.2002 Energieeinsparverordnung

Entwicklung beim nachträglichen Wärmeschutz:
Wärmeschutzverordnung 

1995
EnEV 2002bewährt und empfohlen
U-Wert  DämmungU-Wert Dämmung  U-WertDämmung 
Dachschräge  0,3 14 cm 0,312-14 cm 0,25 16-18 cm 
 Dachboden 0,3 12 cm0,3 10-12 cm  0,218-20 cm 
 Flachdach 0,3 12 cm 0,25 14-16 cm0,2 18-20 cm 
Wand (Außendämmung) 0,4 6-8 cm 0,35 8-10 cm 0,3 10-12 cm 
Wand (Innendämmung)  0,54-6 cm  0,455-6 cm  0,54-6 cm 
 Kellerdecke0,5  4-6 cm 0,46-8 cm  0,358-10 cm 
 FensterK=1,8   1,7  <1,7
Wie werden die Wärmeverluste in Gebäuden berechnet?

 Wie wirken sich Wärmeschutzmaßnahmen aus?

Der U-Wert eines Gebäudes gibt an, welche Wärmemenge durch 1 m² Fläche bei einem Temperaturunterschied zwischen innen und außen von 1 Grad Celsius verloren geht.

Beispiel: U=1,3W/m² x K 1,3 Watt pro Quadratmeter Fläche (W=Watt für Wärmemenge, K=Kelvin=Celsius, 1kWh=1000W kostet etwa 3-4Cent)

Durch 1 m² eines Gebäudeteils mit dem U-Wert 1,3 entweicht pro Jahr etwa die Wärmemenge von 13 l Heizöl oder 13 m³ Erdgas.

Je kleiner der U-Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz!

Der U-Wert und der Energieverbrauch:
Stand von 1979  1995   Niedrigenergie
 BauteileU-Wert  VerbrauchU-Wert  VerbrauchU-Wert  Verbrauch
 Wand 180m² 0,70 1260 m³ Gas 0,3 540 m³ Gas 0,15 270 m³ Gas
Fenster 45m²  2,00900 m³ Gas  1,5 675 m³ Gas 1,00 450 m³ Gas
 Dach 165m²0,35  580 m³ Gas0,3  495 m³ Gas 0,12 198 m³ Gas
 Boden 135m²0,80  1080 m³ Gas0,6  810 m³ Gas 0,25338 m³ Gas 
 Gesamtverbrauch  3820 m³ Gas  2520 m³ Gas  1256 m³ Gas
Fossile Energienutzung - nur ein Wimpernschlag in der Menschheitsgeschichte

"Auch wenn sich viele mit dieser Erkenntnis schwer tun: Es ist schon entschieden, dass die fossile Energie von der Sonnenenergie abgelöst wird. Die einzige offene Frage ist, ob das so rechtzeitig stattfindet, dass die sich zuspitzenden ökologischen, wirtschaftlichen und politischen Katastrophen fossiler Ressourcennutzung noch abgewendet werden können. Diese Schicksalsfrage der menschlichen Zivilisation entscheidet sich in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts. Ein weiterer Zeitlicher Aufschub kann auf keinen Fall riskiert werden. Die existentielle Gratwanderung, auf die sich die weltgesellschaft mit fossilen Energien begeben hat, muss in diesem Zeitraum beendet sein." Hermann Scheer, Träger des alternativen Nobelpreises

Altbausanierung- eine gute Planung erspart manchen Ärger!

Besteht Sanierungsbedarf?

Um eine erste Aussage über einen möglichen Sanierungsbedarf machen zu können, berechnen Sie den "Energieverbrauchskennwert" Ihres Gebäudes. Dazu benötigeb Sie nur die Öl- oder Gasrechnung und die Größe der beheizten Fläche in Ihrem Haus.

1. Heizöl ____ Liter im Jahr x 10= ______kWh / Jahr oder

Erdgas ____ m³ im Jahr x 10= ______kWh 7 Jahr

2. Teilen Sie jetzt _____kWh/Jahr durch die beheizte Wohnfläche in m².

Beispiel:
2500 m³ Erdgas x 10 = 25000 kWh
25000 kWh : 125 m² = 200 kWh (m² x Jahr)


Dieses Gebäude ist ungedingt sanierungsbedürftig, wie Sie aus der unten stehenden Abbildung ablesen können. Elektrizitätund Warmwasser sind nicht eingerechnet!

Energieverbrauchskennwert:
unter 100 kein Sanierungsbedarf 
bis 200 bestimmte Maßnahmen sind möglich und lohnend 
über 200 umfassende Sanierung nötig
Genauere Auskunft erhalten Sie beim Fachmann, z. B. durch eine "Energiesparberatung vor Ort".

Energiesparberatung vor Ort:

Für eine genaue Planung von Sanierungsmaßnahmen ist eine "Energiesparberatung vor Ort" durch ein anbieterunabhängiges Planungsbüro anzuraten. Dieses Gutachten wird für ein Ein- und Zweifamilienhaus mit 300,- € gefördert. Der Eigenanteil beträgt dann noch etwa 300,- €. Den Förderantrag stellt der Gutachter.

Förderunterlagen und eine Liste mit zugelassenen Gutachtern gibt es beim

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

 Frankfurter Straße 29-35, 65760 Eschborn, Tel.: 06196/908-211,-400 oder -403

Das Gutachten ist eine Bestandsaufnahme des Gebäudes und macht genaue Vorschläge für Maßnahmen mit Berechnung der Kosten und der Energieeinsparung. Die Energiesparberatung vor Ort gilt auch als Nachweis im Sinne des Maßnahmenpaketes 4 des KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogrammes.

Fördermittel durch die KfW-Bank

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hilft beim Modernisieren und beim Energiesparen mit günstigen Förderdarlehen.

KfW, Postfach 11 11 41, 60046 Frankfurt, Tel.: 01801/335577, www.kfw.de

CO2 - Gebäudesanierungsprogramm

~Für die KfW-Darlehen gibt es keine Einkommensgrenze

~ Eigengenutzte und vermietete Häuser werden gleich behandelt.

~ Gebäude müssen vor 1984 errichtet worden sein.

~ Es werden bis zu 100 % aller Kosten finanziert. Pro Wohneinheit gibt es bis zu 50.000,- € bei 2 - 4 % Zinssatz mit 10-jähriger Bindung.

~ Die Hausbank übernimmt die Abwicklung.

~ Es gibt sieben verschiedene Maßnahmenpakete mit Kombinationen verschiedener Maßnahmen.

Zuschüsse von der KfW-Bank

10 % Zuschuss bis max. 5000,-€ bei einer Sanierung auf Neubau-Niveau nach EnEV

17,5 % Zuschuss bis max. 8750,-€ bei einer Unterschreitung des Neubau-Niveaus um 30 %

50 % Zuschuss bis max. 1000,-€ für Energieberatung und Baubegleitung

Kredite und Zuschüsse lassen sich nicht kombinieren - Ausnahme: Energieberatung

Zuschussanträge direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau

Vom Altbau zum Niedrigenergiehaus !

Das besondere Paket 4:

Entsteht durch die Sanierung ein Niedrigenergiehausstandard nach der Energieeinsparverordnung, so werden auf Antrag 15 % des Kredites erlassen. Der Nachweis kann durch das Gutachten aus der Energiesparberatung vor Ort erfolgen, ansonsten kostet der Nachweis etwa 350,- €.

Besondere Maßnahmen:

Eine besonders interessante Kombination von Maßnahmen ist die Umstellung einer alten Heizungsanlage auf Brennwerttechnik in Verbindung mit dem Einbau einer Sonnenkollektoranlage.

1. Zuschuss zur Kollektoranlage in Höhe von bis zu 70,- € pro angefangenem m² Kollektorfläche.

2. Zinsverbilligter Kredit für die Kollektoranlage aus dem Kfw-CO2-Minderungsprogramm.

3. Zinsverbilligter Kredit für die Heizungsanlage aus dem KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm.

4. 15 % Tilgungsnachlass bei Erfüllung bestimmter Bedingungen aus dem Paket 4.

Energiesparlampen

Da geht ein Licht auf ... Was Sie bei Energiesparlampen beachten sollten:

1) Möglichst niedrige Allgemeinbeleuchtung wählen, dafür eine hohe Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz.

2) Auf ein elektronisches Vorschaltgerät achten: Die Schalthäufigkeit verringert nicht mehr die Lebensdauer. Die Lampe flackert und flimmert nicht mehr.

3) Auf die Lichtfarbe achten. Weiß ist nicht gleich weiß. Kaltes Licht wirkt unangenehm.

4) Wo soll die Lampe eingesetzt werden? Schraubsockel E 14 oder E 27, Secksockel Größe des Lampenschirms beachten.

5) Die Wattzahl (elektrische Leistung) festlegen, indem man die Wattzahl der alten Glühbirne durch 5 teilt.

6) In den Zimmern aus möglichst helle Farben für Decken, Wände und Fußböden achten.

7) Energiesparlampen sind Sondermüll. Nach der ARücknahme defekter Lampen fragen.

Auf der Homepage von Stiftung Warentest finden Sie 2 Tests zu Energiesparlampen: einmal vom 24.04.2003 und vom 11. 10. 2002. www.stiftung-warentest.de

Kostenvergleich:
Glühlampe 75 W=0,075 kW Energiesparlampe 15 W=0,015 kW 
 Lebensdauer1000 Stunden 8000 Stunden 
 Anschaffung8 Stück x 0,70 € = 5,50 € 1 Stück x 10,- € = 10,- € 
 Verbrauch0,075 kW x 8000 h 0 600 kWh 0,015 kW x 8000 h = 120 kWh 
 x 0,14 € = 84,00 €x 0,14 € = 16,80 € 
+ 5,50 € + 10,00 € 
89,50 € 26,80 €
Bei täglich 3 Stunden Nutzung bezieht sich diese Berechnung auf 7 Jahre.

Kosteneinsparung: 89,50 € - 26,80 € = 62,70 €

Energieeinsparung: 600 kWh - 120 kWh = 480 kWh

Auf diese Weise werden... 150 kg Steinkohle nicht verbrannt.


350 kg Kohlendioxid nicht erzeugt.


Hände weg von Billiglampen!

Billige Energiesparlampenfür 3 oder 4 € kosten unterm Strich mehr als Markenprodukte!

Ein paar Euro investieren und damit 50,- oder 75,- € verdienen - da geht so manchem sparsamen Bürger ein Licht auf. Doch was die Werbung für Eneergiesparlampen verspricht, funktioniert oft nicht:

Billig-Lampen, die in warenhäusern und Baumärkten ab etwa 3,- € verramscht werden,geben ihren Geist meistens schon nach 2000 Stunden auf.

Etwa zehnmal so lange, wie eine herkömmliche Glühbirne, also etwa 10.000 Stunden soll eine gute Energiesparlampe halten und dabei nur knapp ein Fünftel Strom verbrauchen. Nur so geht die Rechnung für den Käufer trotz des hohen Anschaffungspreises von 10,- bis 15,- € auf. Langzeitmessungen der Technischen Universität Berlin zeigen, das viele Billig-brennstäbe schon nach kurzer Zeit ausgeleuchtet haben.

Hersteller wie Osram und Phillips reagieren auf die vermeintlichen Sonderangebore ohnehin sauer:

"Es kommen immer wieder Lampen aus dem fernost auf den Markt, die nicht funkentstört sind und hier gar nicht verkauft werden dürfen", schimpft Osram-Produktmanager Alexander Asbach. " Sie tragen das CE - Zeichen zu Unrecht. Abmahnungen sind an der Tagesordnung."

Viele Anbieter haben die Fernost - Lampen wegen häufiger Reklamationen wieder aus dem Programm genommen. Bei manchen ist so ein Asienimport bereits regelrecht aus dem Regal verbannt worden.

Energiesparlampen fressen Kraftwerke

In Deutschland gibt es 35,7 Millionen Haushalte.

30 Mio. Haushalte tauschen 3 x 75 Watt Glühlampen gegen 3 x 15 Watt Energiesparlampen aus.

3 x 60 Watt = 180 Watt Einsparung pro Haushalt.

180 Watt x 30 Mio. Haushalte = 5,4 Mrd. Watt = 5,4 Mio. Kilowatt = 5400 Megawatt

Folge:
5 Kernkraftwerke je 1000 Megawatt = 5000 Megawatt oder
9 Kohlekraftwerke je 600 Megawatt = 5400 Megawatt können eingespart werden!


Enquete - Kommission "Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre":

"...Darüber hinaus warnen die Klimatologen davor, erst den letzten lupenreinen Beweis für die Existenz des Treibhauseffektes abzuwarten, da es bis dahin mit ziemlicher Sicherheit für Gegenmaßnahmen zu spät sein wird."
Druckversion Druckversion | Sitemap
Diese Homepage wurde mit dem 1&1 Homepage-Baukasten erstellt.