Alternative Energien

1. Klimaziele der Bundesregierung

2. Mindestvergütungssätze nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)


3. Biomasse / nachwachsende Rohstoffe

Klimaziele der Bundesregierung:

Verpflichtung aus der AGENDA 21 vom Juni 1992

Kyoto - Protokoll von 1997

Bericht des UN-Klimarates 2001

Kyoto-Protokoll tritt in Kraft 2005

Bericht des UN-Klimarates 2007

Weltklimakonferenz Bali 2007

Verringerung der Kohlenstoffdioxid - Emissionen von 1990 bis 2020 um 40 % ( Zunahme von 1999 bis 2000 um 1 %!) Dieses Ziel wurde nicht erreicht!

Erhöhung des Anteils der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von zur Zeit 14 - 15 %

auf 20 % bis 2020.

Ende 2006 waren es 11,5 %!

Für die Europäische Union werden 23 % angestrebt.

Mindestvergütungssätze nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

seit dem 01.01.2008
Strom ausInstallierte LeistungCent pro kWh
Wasserkraftbis 500 kW12,67
bis 2 MW

bis 5 MW
8,65

7,65
Geothermie (Erdwärme)bis 5 MW15,00
bis 10 MW14,00
bis 20 MW8,95
über 20 MW7,16
Windkraft9,20
Biomassebis 150 kW11,67
bis 500 kW9,18
bis 5 MW8,25
bis 20 MW7,79
Photovoltaikbis 30 kW43,01
Deponiegas30 - 100 kW

über 100 kW

über 1000 kW

bis 500 kW

bis 5 MW
40,91

39,58

33,00

9,0

6,16
1 MW = 1.000 kW = 1.000.000 W

10.000 x 100-Watt-Glühlampen = 1.000.000 W

Biomasse - ein nachwachsender und speicherbarer Rohstoff

Warum nachwachsende Rohstoffe?

Seit bekannt ist, dass die Freisetzung von Kohlenstoffdioxid aus der Verbrennung fossiler Energieträger (Kohle, Gas, Öl) den Treibhauseffekt auslöst, rückt der Kohlenstoffkreislauf mehr ins Blickfeld. CO2 wird bei der Fotosynthese der Atmosphäre entnommen und in der pflanzlichen Biomasse sowie über die Nahrungskette auch in tierischer Biomasse festgelegt. Abgestorbene Biomasse wird entweder wieder zu CO2 abgebaut oder über Millionen von Jahren in fossilen Lagerstätten als Kohle, Erdgas oder Erdöl gespeichert.

Bei der Verbrennung der fossilen Rohstoffe gelangt dieses Kohlenstoffdioxid wieder in die Atmosphäre und damit in den Kreislauf. Somit wird der CO2- Anteil in der Atmosphäre erhöht. Eine Verdoppelung des CO2-Anteils führt voraussichtlich zu einer Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur um 1,5 bis 4,5 Grad Celsius.

Als eine der wichtigsten Folgen wäre dann eine Erhöhung des Meeresspiegels um 25 bis 150 cm zu erwarten. Selbst ein Meeresspiegelanstieg im mittleren Spannbereich würde für niedrig gelegene Küstenländer und viele Inseln bereits die Vernichtung des Lebensraumes bedeuten.

Nachwachsende Rohstoffe geben bei ihrer Verbrennung nur so viel CO2 ab, wie sie unmittelbar zuvor bei ihrem Wachstum aufgenommen haben. Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe als Energiequelle wird als CO2-neutral bezeichnet, denn sie erhöht den CO2-Anteil in der Atmosphäre nicht.

Nachhaltige Entwicklung:

Der Begriff der "Nachhaltigkeit" ist uns seit Jahrhunderten aus der Forstwirtschaft vertraut. So wurde in den ersten deutschen Forstgesetzen festgeschrieben, dass den Wäldern nur so viel Holz entnommen werden darf, wie im gleichen Zeitraum nachwächst. Im Abschlußbericht der "Brundtland-Kommission" heißt es:

"Die jetzt lebenden Generationen von Menschen sollen ihre Bedürfnisse nur so befriedigen, dass dadurch die Bedürfnisbefriedigung später lebender Generationen nicht beeinträchtigt wird."

Dazu hat die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Schutz des Menschen und der Umwelt" grundlegende Regeln formuliert:
  • Die Abbaurate erneuerbarer Ressourcen soll ihre Regenerationsrate nicht überschreiten.
  • Nicht erneuerbare Ressourcen sollen nur in dem Umfang genutzt werden, in dem sie noch nicht durch erneuerbare ersetzt werden können oder zu einer Erhöhung der Produktivität der nicht erneuerbaren Ressourcen führt.
  • Stoffeinträge in die Umwelt sollen sich an der Belastbarkeit der Umwelt orientieren.
  • Es muss berücksichtigt werden, dass sich Eingriffe und Einträge in die Umwelt erst in Jahrzehnten auswirken.
Die Probleme, die es in der Welt gibt, sind nicht mit der gleichen Denkweise zu lösen, die sie erzeugt hat.

Albert Einstein
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